Wohnung mit SmartThings-Geräten.

SmartThings-Update: Matter 1.6 und lokale App-Steuerung

Samsung hat bekannt gegeben, dass sein Ökosystem SmartThings nun Matter 1.6 unterstützt (link). Das entsprechende Update soll außerdem die Stabilität und Gruppensteuerung verbessern sowie die lokale Bedienung vernetzter Geräte erweitern. Eine weitere Neuerung ist SmartThings Now, eine kontextbezogene Informations- und Bedienoberfläche in der SmartThings-App.

Matter 1.6 bringt vier neue Geräteklassen

Mit der jüngsten Matter-Version unterstützt SmartThings vier zusätzliche Geräteklassen: Energiezähler (Energy Meters) zur Echtzeitmessung des Stromverbrauchs, Schließsysteme (Closures) für spezielle Türen und Tore, Bewässerungsgeräte wie Rasensprinkler sowie Bodensensoren zur Messung von Bodenbedingungen.

Damit wird auch die Integration von Sensoren für den Garten möglich. Auf der IFA 2026 stellte ThirdReality den nach bisherigem Kenntnisstand ersten Matter-fähigen Bodenfeuchtesensor mit Thread-Funk vor. Die Markteinführung ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Thread-Produkte von ThirdReality auf der IFA 2026
SmartThings ist auf die elektronische Bewässerung mit einem Matter-Bodensensor (oben in Grün) bereits vorbereitet.

Verbesserte lokale Steuerung

Eine weitere Neuerung betrifft die Kommunikation zwischen App und SmartThings-Hub. Sind beide mit demselben lokalen WLAN verbunden, kann die App ihre Befehle nun direkt an den Hub übermitteln, statt sie über einen Cloud-Server zu schicken. Laut Samsung soll das die Reaktionszeit gegenüber der bisherigen, cloudbasierten Steuerung um rund 30 Prozent verbessern. Der Wert stammt aus Tests unter kontrollierten Bedingungen; die tatsächliche Leistung hängt in der Praxis aber auch von der jeweiligen Umgebung ab.

Die lokale Steuerung steht auf Android- und iOS-Geräten mit installierter SmartThings-App zur Verfügung. Sie funktioniert mit der SmartThings-Station, den Hubs der Generationen V2, V3 und V4 sowie Samsung Smart-TVs und Family-Hub-Geräte mit integrierter Hub-Funktion. Die App wechselt dabei automatisch zwischen lokaler Steuerung und cloudbasiertem Fernzugriff, je nachdem, ob sich das Mobilgerät zu Hause oder außerhalb befindet. Die lokale Kommunikation kann bei Störungen der Internetverbindung helfen; sie setzt aber weiterhin ein funktionierendes lokales Netzwerk und erreichbare Geräte voraus.

Welche Hub-Firmware die Neuerungen enthält, lässt sich in den offiziellen Release Notes zu SmartThings Hub Firmware 0.62.7 nachlesen (link). Samsung startete die Verteilung dieser Version im September 2026 unter anderem für den Aeotec Smart Home Hub. Die Release Notes nennen ausdrücklich die direkte Kommunikation zwischen App und Hub im lokalen Netzwerk, selbst wenn der Hub als offline angezeigt wird. Auch die Unterstützung für den Wechsel zu einem anderen Thread-Netzwerk wurde erweitert.

SmartThings Now: Vorschläge in der App

Mit SmartThings Now erhält die Smarthome-App des Herstellers außerdem eine neue Startansicht. Am oberen Rand des Home-Tabs erscheinen personalisierbare Kacheln, die situationsabhängige Informationen anzeigen. Ihre Aufgabe ist es, relevante Funktionen anzubieten, ohne dass die Nutzer sie umständlich in Menüs suchen müssen.

Die Vorschläge bauen auf Systemfunktionen wie Family Care auf: Bleibt bei einer betreuten Person über längere Zeit die Aktivität aus, kann SmartThings automatisch eine Hinweistafel anzeigen, die einen direkten Anruf ermöglicht. Nähert sich ein Nutzer dem eingestellten Wohnort, schlägt die App von sich aus vor, Beleuchtung und Luftreiniger einzuschalten. Und regt sie an, diese Aktion als Routine zu speichern und künftig automatisch auszuführen.

Die neue Oberfläche mit SmartThings Now bietet nun von sich aus relevante Funktionen an. Bild: matter-smarthome

Darüber hinaus soll SmartThings Now die Nutzung analysieren und Änderungen an den Favoriten vorschlagen. So kann die App etwa empfehlen, eine nur im Sommer benötigte Klimaanlage daraus zu entfernen und durch ein häufiger verwendetes Gerät zu ersetzen. Über eine weitere Karte lassen sich Routinen überprüfen und nicht mehr benötigte Automatisierungen löschen.

Die überarbeitete Oberfläche – einschließlich SmartThings Now – ist laut Samsung für unterstützte Mobilgeräte, Smart-TVs des Herstellers, Family-Hub-Kühlschränke sowie Samsung-Hausgeräte mit 7- oder 9-Zoll-Display und Produkte mit Windows-Betriebssystem vorgesehen.

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