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Die Matter-Neuheiten der CES 2026

Dieser Produkt-Überblick sammelt Neuheiten, die zur CES 2026 in Las Vegas vorgestellt werden und die den Smarthome-Standard Matter unterstützen. Der Beitrag wird während der Elektronikmesse fortwährend aktualisiert. Es lohnt sich daher, immer mal wieder vorbeizuschauen.

Mit einem Klick direkt zu den Herstellern: Aqara, Coulisse, Eve Systems, GE Lighting, Govee, Ikea, Kwikset, Lifx, Roborock, SwitchBot, TCL, Thirdreality, Ulticam, Ultraloq

Aqara

Auch 2026 ist Aqara (link) wieder mit großem Gepäck nach Las Vegas gereist und präsentiert gleich mehrere Neuheiten, die den Matter-Standard unterstützen. Der Camera Hub G350 ist die erste Matter-zertifizierte Kamera des Unternehmens und gleichzeitig ein Matter Controller, der den aktuellen Spezifikationen von Version 1.5 entspricht. Die schwenk- und neigbare Indoor-Kamera kombiniert ein 4K-Weitwinkelobjektiv mit einem 2,5K-Teleobjektiv und soll damit einen großen Brennweitenbereich abdecken (9-fach-Zoom). KI-Funktionen auf dem Gerät erkennen Personen oder Tiere und senden entsprechende Benachrichtigungen auf die App des Herstellers.

Der CameraHub G350 ist die erste Matter-zertifizierte Kamera von Aqara – und gleichzeitig Matter-Controller. Bild: Hersteller

Der Thermostat Hub W200 integriert den Matter-Controller in einen Wandthermostat. Wie sein Kamera-Kollege G350 ist er mit Dualband-WLAN, Thread und Zigbee ausgestattet, um nicht nur Aqara-Produkte, sondern auch Matter-kompatible Geräte anderer Marken steuern zu können. iPhone-Besitzern mit einem aktuellen iOS 26 auf ihrem Smartphone steht außerdem die Funktion Adaptives Heizen zur Verfügung. Sie nutzt die Ortungsfunktion des Geräts, um vorherzusagen, wann Nutzer auf dem Heimweg sind. Laut Aqara wird zudem der Aktivitätsstatus in der Apple-Home-App berücksichtigt – inklusive „Zuhause“, „Schlafen“, „Abwesend“ und „Längere Abwesenheit“.

An neuen Sensoren stellt Aqara den Spatial Multi-Sensor FP400 und den Multi-State-Sensor P100 vor. Der erste arbeitet mit Mikrowellen-Radar. Er kann die Anzahl und Position von Menschen im Raum erkennen sowie deren Körperhaltung bis zum Sturz. Allerdings nur, wenn er via Zigbee-Funk mit einem Aqara-Hub verbunden ist. Per Thread in einem Matter-System wird der FP400 als Anwesenheits- und Helligkeitssensor angezeigt. Vergleichbares gilt für den P100, dessen 9-Achsen-Sensorik im Aqara-System deutlich mehr Funktionen bietet. Er kann dort wahlweise zur Kontrolle von Türen und Fenstern oder zur Objektüberwachung eingesetzt werden. Letztere schließt Vibrationen, Stürze, Klopf- und Tippimpulse und sogar Neigungen mit ein, für die es im Matter-Standard bislang keine Spezifikationen gibt.

Das Gyroskop im Multi-State-Sensor P100 erkennt Öffnung, Vibrationen, Tippimpulse und sogar Neigungen. Bild: Aqara

Last not least komplettiert der Hersteller sein Türschloss-Sortiment mit dem neuen Smart Lock U400 für amerikanische Riegelschlösser. Es arbeitet mit Ultra-Wideband-Technologie (UWB) – für einen schlüssellosen Zugang via Apple Home Key und Apple Watch. Es ist Matter-zertifiziert und vorbereitet für den kommenden herstellerübergreifenden Smart-Lock-Standard Aliro.

Coulisse

Das Motorengeräusch von Rollos am Morgen ist vielleicht bald kein zuverlässiger Wecker mehr: Die neuen Antriebe der Motionblinds von Coulisse (link) sollen bis zu 15 Dezibel leiser arbeiten als normale Motoren. „Absolute Silence“ nennt der Hersteller diesen Fortschritt, den er auf der CES vorstellt. Das System kombiniert akustisch abgestimmte Motoren, patentierte Komponenten zur Vibrationsdämpfung und eine optimierte Geschwindigkeitssteuerung mit Soft-Start/-Stopp, um Betriebsgeräusche weitgehend zu eliminieren.

Eine geräuscharme Konstruktion soll den Schallpegel bei Motionblinds um bis zu 15 Dezibel senken. Bild: Coulisse

Die geräuscharme Produktfamilie ist als batterie- und kabelgebundene Motorlösung für verschiedenste innenliegende Fensterdekorationen verfügbar und richtet sich an private wie gewerbliche Anwendungen – etwa in Schlafzimmern, Homeoffices, Hotels und Wellness-Bereichen. Wie bislang basieren die Motionblinds auf Technologie von Eve Systems, die den Antrieb via Matter over Thread mit Smarthome-Plattformen verbindet. Für Einstiegslösungen bietet der niederländische Hersteller zudem Bluetooth- und RF433MHz-Motoren an, die sich lokal per Timer automatisieren lassen. Über die Motionblinds Matter Wi-Fi Bridge lassen sich diese aber ebenfalls per Smartphone fernsteuern und mit gängigen Ökosystemen wie Apple Home, Google Home, Amazon Alexa, Samsung SmartThings, Home Assistant und Homey verknüpfen.

Eve Systems

Im Rahmen eines Medien-Events kurz vor der CES hat Eve Systems sein neuestes Produkt vorgestellt: Der Eve Thermostat (link) ist ein Wandregler für den nordamerikanischen Markt. Er nutzt Matter over Thread für die Verbindung, soll sich zum Start aber nur mit der Eve-App für Apple iPhone oder iPad in Betrieb nehmen lassen. Außerdem muss laut Hersteller für Automationen und Fernzugriff ein Apple-Hub (HomePod oder Apple TV) installiert sein, auf dem die Software-Version 26 oder neuer läuft.

Dann unterstützt der Thermostat neben lokal ausgeführten Zeitplänen auch anwesenheitsbezogene Automationen, wenn Benutzer mit iPhone das Haus verlassen oder heimkehren. Visuelle Anzeigen geben Feedback, wenn die Temperatureinstellung innerhalb oder außerhalb energieeffizienter Bereiche liegt. Nach der Installation können via Multi-Admin-Betrieb auch andere Matter-Systeme als sekundäre Plattformen dienen und die Temperatur hoch- oder herunterregeln. Wie immer verzichtet Eve auf eigene Nutzerkonten oder Abogebühren für den Betrieb.

Der Eve-Thermostat ist ein Wandregler mit Thread für den nordamerikanischen Markt. Bild: Eve Systems

Zur Energieversorgung des Wandreglers ist eine „C-Wire“-Leitung (Common Wire) nötig, wie sie auch andere smarte Thermostate für den US-Markt benötigen. Der Rückleiter wird normalerweise vom Transformator des HVAC-Systems zur Verfügung gestellt und bildet zusammen mit der „R“-Leitung einen geschlossenen Stromkreis. Ist kein C-Wire vorhanden, bietet Eve Systems einen Adapter für die externe Energieversorgung an. Der Regler soll im ersten Quartal 2026 auf den Markt kommen und über Eve, Apple sowie Amazon erhältlich sein.

GE Lighting

Mit elektrischer Beleuchtung kennt sich GE Lighting aus. Nun erweitert die Tochtergesellschaft von Savant (link) ihre Expertise auch auf natürliches Licht: Zur CES präsentiert das Unternehmen die neuen Smart Shades, akkubetriebene Rollos zum Nachrüsten. Sie arbeiten mit Matter over Thread und lassen sich entweder per Smarthome-System steuern oder über ihre mitgelieferte Fernbedienung. Zwei Ausführungen stehen zur Wahl: mit lichtdurchlässigem Stoff oder als Verdunkelungsrollo. Jede Bahn ist 76 Inch lang (rund 193 Zentimeter) und wird per Fernbedienung auf den gewünschten Endpunkt eingestellt.

Die Smart Shades von GE Lighting sind als Verdunkelungsrollo (Bild) oder Blickschutz erhältlich. Bild: Hersteller

Im weißen oder schwarzen Aluminiumgehäuse steckt ein Lithium-Ionen-Akku, der Strom für bis zu sechs Monate Betrieb liefern soll. Der Motor arbeitet laut Hersteller nicht nur hocheffizient, sondern auch besonders leise. Die Rollos sind in mehreren Breiten von 24 Zoll bis 38 Zoll erhältlich und werden in den USA zusammengebaut.

Govee

Der LED-Spezialist (link) präsentiert in Las Vegas drei neue Leuchten, die kompatibel mit dem Matter-Standard sind (Matter over Wi-Fi). Sie lassen sich darüber ohne Bridge mit Matter-fähigen Plattformen verbinden und in ihren Grundfunktionen steuern. Die Floor Lamp 3 nutzt außerdem eine Technologie, die der Hersteller als „LuminBlend+“ bezeichnet. Sie bezeichnet ein überarbeitetes Farbsystem, das eine präzisere Farbwiedergabe und weichere Übergänge zwischen verschiedenen Tönen ermöglichen soll. Die Anordnung der LEDs erlaubt eine zweiseitige Beleuchtung („Double-Sided Skyline Illumination“), womit sich Lichteffekte sowohl in den Raum als auch an die Wand projizieren lassen. Der illuminierte Sockel der Leuchte wurde für eine bessere Lichtausbeute optimiert. Der Marktstart ist für Sommer 2026 geplant.

Das Cealing Light Ultra von Govee kann mithilfe de Hersteller-App auch Muster und Animationen darstellen. Bild: Hersteller

Die zweite Neuheit namens Ceiling Light Ultra appelliert an die Kreativität ihrer Nutzer. Herzstück der runden Deckenleuchte ist eine Matrix aus 616 dicht angeordneten Leuchtdioden, die eine Darstellung von Mustern und Animationen erlaubt. Über eine App lassen sich sowohl KI-generierte Inhalte darstellen als auch einzelne Bildpunkte direkt ansteuern. Trotz des Fokus auf Effekte eignet sich die Lampe mit 5000 Lumen und einem hohen Farbwiedergabeindex (CRI 95) auch für die reguläre Raumbeleuchtung. Die Farbtemperatur des weißen Lichts lässt sich dabei zwischen Warm- (2700K) und Kaltweiß (6500K) regeln. Voraussichtlich lieferbar ab dem 2. Quartal 2026.

Das dritte Modell, das Sky Ceiling Light, zielt auf die Simulation von natürlichem Tageslicht ab. Durch selbstentwickelte LEDs und eine spezielle Beschichtungstechnik sollen Farben und Klarheit des Himmels nachgeahmt werden. Eine integrierte Kantenbeleuchtung erzeugt dabei den optischen Eindruck eines Oberlichts mit dem typischen Halo-Effekt. Auch diese Leuchte bietet mit 5200 Lumen eine hohe Lichtleistung bei einem CRI von 95 und variabel einstellbaren Weißtönen. Die Veröffentlichung ist für den Spätsommer oder Herbst 2026 geplant.

Ikea

IKEA (link) nutzt sein offizielles Las-Vegas-Debüt auf der CES 2026, um den offiziellen Start seines neuen Produktsortiments zu feiern. Das Unternehmen hat sich dazu in einer Suite des Venetian-Hotels einquartiert. Im Zentrum der Präsentation stehen neben Sensoren die neuen Kajplats-Leuchtmittel, die als Nachfolger der Trådfri-Linie fungieren. Sie unterstützen nativ den Standard Matter over Thread, was neben dem Betrieb am Ikea-eigenen Hub auch eine direkte Integration in Systeme wie Apple Home, Google Home und Amazon ermöglicht. Ebenfalls Thema: die jüngste Design-Kollaboration mit der Künstlerin Tekla Evelina Severin („Teklan“). Das schwedische Multitalent hat für Ikea unter anderem die Kulglass-Leuchte entworfen, in der smarte Beleuchtung und Bluetooth-Lautsprecher zu einem Licht-Sound-Objekt verschmelzen.

Die Lautsprecher-Leuchte Kulglass bekommt mit einer Kajplats-Lampe von Ikea Matter-fähiges Licht. Bild: Hersteller

Außerdem integriert Ikea seine Smarthome-Technik künftig auch ab Werk in dekorative Leuchten. Die ersten beiden Vertreter stammen aus der Varmblixt-Serie des Unternehmens. Bei der Varmblixt Smart Donut Lamp handelt es sich um die vernetzte Version eines erfolgreichen Entwurfs von Sabine Marcelis aus dem Jahr 2022. Die ringförmige Tisch- oder Wandleuchte besteht aus mattem Glas und kann die Lichtfarbe wechseln. Über ihre mitgelieferte Bilresa-Fernbedienung sind zwölf Töne abrufbar, an einem Dirigera Hub oder vie Thread steht das volle Programm inklusive Farbwechsel und Dimmen zur Verfügung. Als zweites Modell zeigt Ikea die Varmblixt Smart Pendant, eine Hängeleuchte aus Lichtschläuchen mit abstimmbaren Weißtönen. Beide Produkte sollen ab April 2026 erhältlich sein.

Die Donut-Lampe aus Ikeas Varmblixt-Serie kann per Funk ihre Lichtfarbe wechseln. Bild: Hersteller

Kwikset

Mit dem Aura Reach bringt der US-Hersteller Kwikset (link) ein neues Smart-Lock mit dem Matter-Standard auf den Markt. Parallel zur Präsentation auf der CES ist es bei Anbietern wie Amazon, Lowe’s und Ferguson Home bereits erhältlich. Das Deadbolt-Türschloss kann mit Matter over Thread in große Ökosysteme wie Apple Home, Amazon Alexa und SmartThings integriert werden. Alternativ steht auch eine Entriegelung via Bluetooth mit der Hersteller-App zur Verfügung. Auf diese Weise lassen sich auch Ziffern-Codes für Gäste und die Eingabe am Keypad definieren. Eine Funktion namens „Signal Range Boost“ soll die Funkreichweite in Matter-Netzwerken verbessern. Eine Besonderheit: das sogenannte „Proximity Wakeup“, das die Hintergrundbeleuchtung des Touchpads automatisch aktiviert, sobald man sich nähert. Es gibt dem Aura Reach auch seinen Namen.

Das Aura Reach aktiviert bei Annäherung mit der Hand automatisch seine Touchpad-Beleuchtung. Bild: Kwikset

Lifx

Zu den besonders auffälligen Neuheiten zählt der SuperColor Mirror von Lifx (link), ein smart beleuchteter Spiegel mit Front- und Hintergrundlicht. Das Tochterunternehmen von Feit Electric bewirbt ihn für den Einsatz im Bad oder am Schminktisch. Neben speziellen Lichtmodi, etwa für den „Make-up-Check“, verfügt der Spiegel über drei Sensor-Tasten, die sich frei belegen lassen und auch zur Steuerung anderer Matter-Geräte genutzt werden können. Hinzu kommt der Smart Dimmer Switch, ein fest installierter Wanddimmer mit vier programmierbaren Tasten und einem mehrzonigen Lichtbalken. Er soll sowohl smarte Lifx-Leuchten als auch klassische dimmbare Lampen steuern können. Über konfigurierbare Einzel-, Doppel- oder Langdruckgesten Aktionen lassen sich via Matter Aktionen im Smarthome auslösen – etwa Jalousien bedienen oder Saugroboter starten. Beide Produkte sind für das zweite Quartal 2026 geplant.

Der SuperColor Mirror von Lifx besitzt drei programmierbare Sensor-Tasten auf dem Spiegelglas. Bild: Hersteller

Ergänzt wird das Line-up durch neue Leuchtmittel aus der sogenannten Everyday-Serie. Dazu gehört eine Matter-fähige A19-Lampe mit Farb- und Weißlicht, die laut Hersteller eine Helligkeit von 800 Lumen erreicht und auf eine hohe Farbwiedergabe ausgelegt ist. Außerdem zeigt Lifx einen neuen Everyday Lightstrip, der in der Grundversion rund sechs Meter lang ist, sich erweitern lässt und mehrere adressierbare Lichtzonen enthält. Ein integrierter Controller mit physischen Tasten ermöglicht die Bedienung auch ohne App.

Nach Angaben von Lifx setzen die neuen Produkte zunächst auf Matter over Wi-Fi. Ein späteres Upgrade auf Matter over Thread sei jedoch geplant. Damit hätten Nutzer dann die Wahl zwischen beiden in Matter vorgesehenen Funkprotokollen. Konkrete Termine für diese Aktualisierung nennt das Unternehmen bislang nicht (link).

Roborock

Auch wenn der Saros Rover (Bild) die meiste Aufmerksamkeit unter den neuen Saugrobotern von Roborock (link) erhalten mag: Zu dem Prototypen mit zwei ausfahrbaren Beinen gibt es weder einen Erscheinungstermin noch technische Daten. Das ist bei den anderen, Matter-fähigen Neuheiten des Herstellers anders. Der Saros 20 soll gegenüber früheren Generationen eine verbesserte KI-Bilderkennung für rund 200 Objekte besitzen. Sein Chassis mit Kletterrad erlaubt es ihm laut Hersteller, einzelne Schwellen von bis zu 4,5 cm oder doppelstöckige Schwellen von 4,5 + 4 cm Höhe zu überwinden.

Sehen so die Saugroboter der Zukunft aus? Entwicklungsmodell Saros Rover von Roborock. Bild: Hersteller

Die besonders kompakte Navigationseinheit im Saros 20 Sonic erlaubt eine Bauhöhe von knapp acht Zentimetern (3,1 Zoll). Hinzu kommt ein Wischsystem mit vibrierendem Mopp, der 4000 Mal pro Minute schwingt. Beide Modelle besitzen einen Motor mit 35.000 Pa Saugleistung und werden in einem neuen Dock mit 100°C heißem (212°F) Wasser ausgewaschen. Flankieren soll die Topmodelle der Saros-Reihe ein Qrevo Curv 2 Flow – das erste Exemplar der Marke mit einer Walze. Alle drei Neuheiten sollen im ersten Halbjahr 2026 auf den Markt kommen.

SwitchBot

Mit seiner Türschloss-Serie Lock Vision präsentiert SwitchBot (link) in Las Vegas zwei neue Riegel-Schlösser. Es sollen die ersten Deadbolt-Modelle auf dem Markt sein, die auf eine 3D-Gesichtserkennung mit strukturiertem Infrarotlicht setzen. Dabei werden mehr als 2000 Projektionspunkte auf dem Gesicht erzeugt, die eine dreidimensionale Abtastung ermöglichen – ähnlich wie bei FaceID am iPhone oder anderen vergleichbaren Systemen. Die Authentifizierung funktioniert laut Hersteller auch mit veränderten äußeren Merkmalen wie Brillen, Hüten oder Make-up. Eine integrierte 3D-Lebenderkennung soll Manipulationsversuche mit Fotos oder Videos verhindern. Alle biometrischen Daten werden lokal auf dem Gerät gespeichert.

Die Matter-fähigen Smart Locks der Vision-Serie tasten per Infrarot das Gesicht ihres Gegenübers ab. Bild: Hersteller

Zur Energieversorgung kombiniert das System einen wiederaufladbaren Hauptakku (10000mAh) mit einer Backup-Batterie (CR123A) sowie der Notstromversorgung via USB-C. Für Verbindung mit externen Smarthome-Systemen kommt Matter over Wi-Fi zum Einsatz, was eine direkte Integration ohne zusätzlichen Hub ermöglicht. Das Standardmodell Lock Vision gewährt Zutritt via Keypad oder Gesichtserkennung. Beim Lock Vision Pro kommen zwei weitere biometrische Verfahren hinzu: Fingerabdruck und eine kontaktlose Handvenen-Erkennung. Letztere nutzt einen Nahinfrarot-Sensor, um Gefäßmuster der Handfläche auszulesen, was auch bei feuchten oder leicht verschmutzten Händen funktionieren soll.

TCL

Auch TCL (link) kündigt für sein neues Smartlock D2 Pro die Matter-Unterstützung an. Es folgt dem Hersteller-Trend, eine Handfläche des Nutzers als biometrisches Signal für die Türöffnung zu verwenden. Dazu wird die einzigartige Venenstruktur jedes Menschen mit Infrarotlicht abgetastet und gespeichert. Und noch ein weiteres Modell will TCL im zweiten Quartal 2026 auf den Markt bringen: Das D2L Fingerprint Lever Lock ist als Türöffner mit Griff konstruiert und prüft die Zutrittsberechtigung über einen Sensor im Handgriff. Weniger als eine halbe Sekunde soll diese Authentifizierung dauern. Beide Schlösser nutzen WLAN für die Verbindung, sind zusätzlich aber auch mit Matter over Thread ausgestattet, erhältlich ab dem zweiten Quartal 2026 (link).

Ein Handflächen-Scan berechtigt Nutzer des TCL D2 Pro zum Eintritt. Bild: Hersteller

Thirdreality

Der Matter-Pionier aus Shanghai (link) zeigt in Las Vegas einige Produkte, die bereits auf der IFA in Berlin zu sehen waren – darunter den Garage Door Opener mit Matter over Wi-Fi. Der elektromechanische Tastendrücker bedient die Fernbedienung von Torantrieben und ist für den US-Markt besonders interessant. Dort kappt Marktführer Chamberlain zusehends die Smarthome-Integrationen von Drittanbietern. Nutzer des Thirdreality-Produkts sind davon nicht betroffen, weil sie die Originalfernbedienung ihres Antriebs weiterverwenden und über Matter steuern können.

Der Garage Door Opener von Thirdreality bedient die Originalfernbedienung des Antriebs via Matter. Bild: 3rdreality

Ebenfalls auf der CES zu sehen: der Leck-Sensor KM 1, bestehend aus drei Funk-Fühlern und einer Matter-over-Wi-Fi-Bridge. Auch dieses Set wurde bereits auf verschiedenen Messen gezeigt und soll demnächst auf den Markt kommen. Außerdem kündigt das Unternehmen ein neues Nachtlicht mit RGB-Beleuchtung und Mikrowellen-Anwesenheitserkennung an. Das Smart Presence Night Light Gen 2 soll über eine integrierte Uhr verfügen, was es für den Einsatz am Bett oder Schreibtisch prädestiniert. Auch dieses Produkt wird mit Matter over Wi-Fi arbeiten. Gleichwohl soll auch Thread ein Thema bleiben: Thirdreality will 2026 sein Portfolio mit Matter over Thread weiter ausbauen, macht zu entsprechenden Produkten aber keine Aussagen.

Ulticam

Die Marke Ulticam (Teil von Xthings, link) zeigt auf der CES ihre neueste Generation von Sicherheitskameras und präsentiert mit der Ulticam IQ V2 eines der ersten Modelle, das die Spezifikationen von Matter 1.5 unterstützt. Das jüngste Release des Smarthome-Standards hat Kameras als neue Produktkategorie im November 2025 eingeführt.

Die Kamera, die sowohl für den Innen- als auch Außenbereich konzipiert ist, liefert Bilder in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) und deckt mit einem 160-Grad-Blickwinkel einen besonders breiten Bereich ab. Für die Stromversorgung und Datenübertragung ist das Gerät flexibel ausgelegt: Es lässt sich entweder klassisch per Netzteil und WLAN (2,4 GHz) betreiben oder über ein Netzwerkkabel mittels „Power over Ethernet“ (PoE) gleichzeitig mit Strom und Daten versorgen (link).

Die Matter-fähige Ulticam IQ ist sowohl für den Inneneinsatz als auch für draußen geeignet. Bild: Hersteller

Ein technischer Schwerpunkt liegt auf der KI-gestützten Bildanalyse, die hier zweigeteilt arbeitet. Zum einen findet eine direkte Verarbeitung auf dem Gerät statt („Edge AI“). Diese erkennt in Echtzeit Objekte wie Personen, Fahrzeuge, Haustiere oder Pakete und soll sogar Feuer identifizieren können. Für komplexere Auswertungen kommt die „Gemini AI“ von Google in der Cloud zum Einsatz. Damit soll das System etwa Zusammenfassungen von Ereignissen in natürlicher Sprache erstellen oder Bedrohungssituationen detaillierter beschreiben können.

Ultraloq

Die Türschloss-Marke von Xthings (link) erweitert ihr Portfolio um zwei neue Smart-Locks, die Matter over Thread verwenden. Das Latch 3 ist als sogenanntes „Lever Lock“ konzipiert, also als intelligenter Türgriff, der den vorhandenen Beschlag ersetzt. Neben seiner Matter-Integration unterstützt es Apple HomeKey. Damit lässt sich die Tür durch einfaches Vorhalten eines kompatiblen iPhones oder einer Apple Watch entriegeln – ähnlich wie beim kontaktlosen Bezahlen. Der Hersteller plant die Veröffentlichung für die kommenden Monate („Coming Soon“).

Das Ultraloq Latch 7 wird neben Matter over Thread auch Z-Wave Long Range (LR) unterstützen. Bild: Hersteller

Das Latch 7 ist über dem bereits erhältlichen Latch 5 positioniert und bietet eine besondere Konnektivität: Neben Thread ist ein Z-Wave-Chip der 800er-Serie verbaut. Dieser ermöglicht die Nutzung von „Z-Wave Long Range“ (LR), einer Technik, die bei Verbindung mit einem entsprechenden Hub deutlich höhere Reichweiten erzielt und sich damit für größere Immobilien oder weiter entfernte Türen eignet. Sein Marktstart wird im ersten Quartal 2026 erwartet.

Etwas später im Jahr – wohl nicht vor dem zweiten Quartal – folgt dann noch Bolt Sense, ein besonders kompaktes Riegelschloss, das mit WLAN arbeitet. Es akzeptiert wahlweise einen 3D-Scan des Gesichts oder Handvenen-Erkennung als Zutrittsberechtigung, das Software-Update für Matter over Wi-Fi plant der Hersteller nachzuliefern.

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