Das Nuki Smart Module ist ab sofort erhältlich. Der Smart-Lock-Spezialist aus Graz hatte den Elektronikbaustein im März 2026 als Prototypen vorgestellt. Nun geht er nach Unternehmensangaben planmäßig in Serie. Das Modul überträgt die Schließtechnik der fünften Smart-Lock-Generation von Nuki in die Tür selbst, ohne sichtbare Hardware. Neu hinzugekommen ist eine Möglichkeit, die über den ursprünglich angekündigten Einbau ab Werk hinausgeht: Bestehende Türen mit einem elektromechanischen Schloss lassen sich auch nachträglich mit der Technik ausstatten.
Bei der Vorstellung des Smart Modules hatte Nuki zunächst vor allem Neubautüren im Blick. Das Elektronikmodul wird dabei direkt in die Tür integriert und steuert den elektromechanischen Antrieb. Die Stromversorgung erfolgt dauerhaft über einen Festanschluss, sodass Batteriewechsel oder das Aufladen eines Akkus entfallen. Mehr dazu im Bericht zur ursprünglichen Vorstellung im März.
Nachrüstung durch Fachbetriebe
Für vorhandene Türen beschreibt der österreichische Hersteller jetzt einen zweiten Installationsweg: Das Smart Module lässt sich in einer Standard-Unterputzdose montieren und an ein vorhandenes elektromechanisches Türschloss anschließen. Unterstützt werden laut Hersteller einfache Motorschlösser und sogenannte A-Öffner. Dabei handelt es sich um motorische Antriebe für Mehrfachverriegelungen. Sie ziehen beim Entriegeln die Fallen und gegebenenfalls weitere Verriegelungselemente zurück, sodass sich die Tür öffnen lässt. Nach dem Schließen wird automatisch wieder verriegelt.
Die Installation sollen geschulte Nuki-Pro-Partner übernehmen, wie Elektriker und Systemintegratoren. Das Unternehmen spricht von einem unkomplizierten Verkabelungskonzept, das auch die nachträgliche Integration ohne sichtbare Komponenten an der Tür ermöglichen soll. Als integrierte Komplettlösung soll das Smart Module über führende Türenhersteller erhältlich sein. Als eigenständiges Produkt wird es außerdem über autorisierte Nuki-Pro-Partner und im eigenen Online-Shop des Herstellers angeboten. Der Preis beträgt dort 359 Euro.

Matter und bekannte Nuki-Funktionen
Im Funktionsumfang orientiert sich das Modul an der fünften Generation der Nuki Smart Locks. Dazu gehören die automatische Entriegelung beim Annähern (Auto Unlock), der Fernzugriff und die Verwaltung digitaler Zutrittsberechtigungen. Auch drahtloses Zubehör wie das Nuki Keypad funktioniert mit dem Smart Module. Je nach Ausstattung ist damit das Öffnen per NFC (Tap to Unlock), Fingerabdruck oder Zahlencode möglich.
Über Matter kann das System mit Plattformen wie Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Samsung SmartThings verbunden werden. Die bereits im März angekündigte Zusammenarbeit mit REHAU Window Solutions dient als Beispiel, wie Türhersteller die Technik in ihre Produktionsabläufe integrieren können.
Nuki begründet den Schritt in Richtung fest integrierter Zutrittslösungen mit einer wachsenden Nachfrage im Neubau und bei der Modernisierung. Laut Aussage des Herstellers nutzen bislang lediglich vier Prozent der europäischen Haushalte einen digitalen Schlüssel. Eine hauseigene Marktprognose rechnet bis 2036 mit einer Vervierfachung des Neubausegments auf mehr als eine Million smarte Türen pro Jahr.
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