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Nanoleaf: Keine matter-Updates für Essentials-Produkte

Mit seinen Essentials hat der Hersteller Nanoleaf im Herbst 2020 echten Pioniergeist bewiesen. Die gleichnamige LED-Lampe und der LED-Lightstrip waren die ersten Leuchtmittel mit dem Funkstandard Thread (mehr dazu auf digitalzimmer.de). Als solche ließen sie sich direkt mit Apples HomePod mini verbinden, und nicht wenige Käufer dürften sich Hoffnungen auf ein Software-Update für matter gemacht haben. Schließlich setzt auch der kommende Smarthome-Standard auf Thread.

Diese Hoffnungen werden nun enttäuscht. Gimmy Chu, der CEO of Nanoleaf, hat im Gespräch mit dem Technikportal The Verge erklärt, dass die Nanloeaf-Produkte kein solches Update erhalten (link). Sie würden dafür „einen anderen Chip benötigen“, so Chu. „Wir hoffen, eine neue Essentials A19 und eine einen neuen Lightstrip einzuführen, sobald matter dieses Jahr auf den Markt kommt.“

Auch vom Essentials-Lightstrip soll es zum Start von matter eine neue Version geben. Bild: Nanoleaf

An den bisherigen Funktionen soll sich jedoch nichts ändern. Laut Chu werden die Produkte weiterhin über Thread in HomeKit funktionieren und sich per Cloud mit anderen Plattformen verbinden lassen. Nur ein Update für matter sei wegen der Hardware-Beschränkungen ausgeschlossen. Eve Systems, ein anderer Thread-Pionier, hat hier mehr Weitblick bewiesen: Beim letzten Generationswechsel seiner Produkte setzte der Hersteller nach eigener Aussage auf einen Chip von Nordic Semiconductor, der diese Software-Aktualisierung erlaubt.

Unklar ob Elements, Lines und Shapes ein Update bekommen

Etwas ungewiss scheint die Zukunft dreier weiterer Nanoleaf-Produkte, die ebenfalls mit Thread-Protokoll funken. Die Lichtpaneele der Serien Elements, Lines und Shapes können als Border-Router arbeiten und ein Thread-Netz zu Hause mit dem WLAN oder LAN verbinden. Allerdings habe man noch nicht entschieden, ob sie ein Upgrade auf matter erhalten sollen, so Chu. „Sie funktionieren mit Alexa, Google und HomeKit, was würde ein Upgrade für den Kunden bringen?“

Border-Router für Thread, aber nicht unbedingt kompatibel mit matter: die Elements-Lichtpaneele von Nanoleaf. Bild: Hersteller

Nun, ein paar Vorteile gäbe es schon. So würde matter die Einrichtung und den gleichzeitigen Betrieb verschiedener Steuersysteme erleichtern. Außerdem sind lokale Verbindungen möglich, die Amazon und Google aktuell nur in besonderen Fällen vorsehen. Von der Möglichkeit, die Elements, Lines und Shapes über andere matter-Systeme wie SmartThings zu steuern, mal ganz abgesehen.

Gut möglich, dass die volle matter-Kompatibilität erst mit neuen Nanoleaf-Produkten Einzug hält, die der Hersteller zum Start des Standards auf den Markt bringen will. Einige davon sind laut Gimmy Chu bereits seit 2021 fertig. Ihre Veröffentlichung wird aber zurückgehalten, weil sich matter immer wieder verzögert hat.


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