Die Neuheiten sprudeln bei Shelly (link) nur so aus der Produkt-Pipeline. Für die kommenden Wochen und Monate hat der europäische Hersteller ein knappes Dutzend Geräte angekündigt, die allesamt den herstellerübergreifenden Smarthome-Standard unterstützen sollen. Erwartungsgemäß handelt es sich dabei um Modelle mit LAN- oder WLAN-Anschluss. Das Unternehmen hat zwar Bluetooth, Z-Wave und Zigbee im Angebot, meidet aber bislang Thread als Funkprotokoll.
Shelly Plug M: neuer Zwischenstecker aus Gen3
Los geht es mit einem smarten Zwischenstecker, der bereits erhältlich ist: Der Plug M Gen3 gehört zur dritten Hardware-Generation von Shelly, die nur teilweise mit Matter ausgestattet wurde. Er verträgt stärkere Ströme als der Plug S Gen3, was die anschließbare Leistung von 2500 auf 3000 Watt erhöht. Gleichzeitig ist das Gehäuse etwas gewachsen und hat nun eine kantige Form. Mit dem Verzicht auf den LED-Leuchtring des runden Plug S geht ein niedrigerer Verkaufspreis einher. Stattessen zeigt der Einschaltknopf in wechselnden Farben den Betriebszustand und die Höhe der abgerufenen Leistung an. Die Funktion zur Energiemessung ist ebenfalls vorhanden.

Shelly Flood S Gen4: Wassersensor mit Matter
Shellys bisheriger Wassermelder mit Sensorkabel bekommt einen diskusförmigen Bruder: Der Flood S Gen4 wird direkt auf den Boden gelegt und erkennt dort Lecks oder Überschwemmungen. Er zählt zu einer Reihe von Geräten aus der aktuellen vierten Hard- und Software-Generation, die schrittweise auf den Markt kommen. Dazu gehören unter anderem vier Unterputz-Module in der klassischen Shelly-Bauform. Die Schaltaktoren 1L Gen4 (1-Kanal) und 2L Gen4 (2-Kanal) sind für Installationen ohne Neutralleiter gedacht. Die Input-Lesergeräte i4 Gen4 und i4 DC Gen4 verzichten auf ein Relais, sondern lösen stattdessen andere Aktoren oder Smarthome-Szenen aus. Dazu verfügen beide über jeweils vier Eingänge – der i4 DC für Kleinspannungen mit 5 bis 24 Volt Gleichstrom.

Shelly Plug C / C PM: der smarte Schukostecker
Eine Variation des Themas Smart Plug bringt Shelly mit seinem Plug C Gen4 und dem Plug C PM Gen4 auf den Markt. Die Technik steckt dabei in einem Schukostecker, der ans Ende der Zuleitung von Geräten montiert wird. Der sonst nötige Zwischenstecker entfällt, was das Produkt zu einer besonders platzsparenden Lösung macht – etwa hinter Möbeln, die an der Wand stehen. Beide Stecker-Modelle sind in Schwarz und Weiß erhältlich. Sie unterscheiden sich jedoch in der Ausstattung: Der Plug C PM (16 Ampere) misst nur den Energieverbrauch, beispielsweise an Geräten wie dem Kühlschrank, die immer eingeschaltet bleiben sollen. Sein Kollege Plug C mit 14 Ampere kann auch schalten.

Shelly EM Gen4: kompakter Energiemesser
Für mehr Energie-Transparenz und -Effizienz im Smarthome soll auch der neue Matter-kompatible Shelly EM Gen4 sorgen. Der Energiezähler verfügt über einen potenzialfreien Kontakt, mit dem sich ein Leistungsschütz oder anderes Schaltgerät steuern lässt. Er überwacht einzelne Stromkreise und kann per Klemme den Energiefluss an der Leitung messen. Die Daten werden auch lokal auf einem integrierten Flash-Speicher abgelegt. Im Vergleich zum Vorgänger EM Gen3 ist dieser Speicher nun doppelt so groß (16 MB) und dank der neuen Plattform stehen neben Bluetooth und WLAN auch Zigbee sowie Matter over Wi-Fi für die Verbindung zur Verfügung.

Erstes Matter-Produkt aus der Pro-Reihe
Aus dem ehemals angekündigten Matter-Update für Pro-Geräte ist nichts geworden. Doch mit dem Shelly PRO 1PM 40A Gen4 hält der Standard jetzt Einzug in den Verteilerkasten: Der 1-Kanal-Schaltaktor für die Hutschiene ist das erste Produkt des Herstellers mit echter Multprotokollfähigkeit. Shelly empfiehlt es zur „Fernsteuerung und präzisen Verbrauchsmessung leistungsstarker Geräte oder Beleuchtungssysteme im professionellen Umfeld“. Der 1PM soll auch nur das erste Modell mit der neuen Technik sein. Nachdem in der Pro-Serie bislang ausschließlich Geräte der ersten und zweiten Generation vertreten waren, wird das Sortiment jetzt schrittweise auf Gen4 umgestellt.

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