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Mui Board: Matter-Bedienung mal anders

Es muss nicht immer der Touchscreen sein: Auch ein schlichtes Holzbrett kann als Anzeige- und Bedienfläche dienen – wenn es aus Japan stammt. Mui Lab (link) hat einen radikal anderen Ansatz, wenn es um die Steuerung von Smarthome-Geräten geht. Das Start-up-Unternehmen aus der alten Kaiserstadt Kyoto erregte auf Messen wie der CES oder der IFA schon mehrfach Aufsehen und bekam Preise für sein Design, das japanische Naturverbundenheit mit High-Tech in Einklang bringt. Selbst auf der Möbelmesse Salone del Mobile in Mailand waren die smarten Planken jüngst zu sehen.

Neue Generation des Mui Board

Pünktlich zum Kick-off-Event des Smarthome-Standards matter in Amsterdam hat Mui Lab eine Neuauflage seines Mui Board angekündigt. Das MuiBoard 2nd Gen soll matter unterstützen und wie der Vorgänger über eine berührungsempfindliche Oberfläche aus Holzfurnier verfügen, die von LEDs im Hintergrund dezent beleuchtet wird.

Mui Labs entwickelt neben der Technologie auch die Bedienoberfläche namens „Calm UI“. Bild: Hersteller

„In der heutigen digitalen Gesellschaft lenkt Technologie unsere Aufmerksamkeit ständig von der Familie und den anstehenden Aufgaben ab. Wir wollen nicht nur einzelne digitale Geräte, sondern unser gesamtes Lebensumfeld »beruhigen«, und die Interoperabilität von matter-Geräten hilft uns dabei“, erklärt Geschäftsführer Kaz Oki.

Der neue Standard würde einige Vorteile für Nutzerinnen und Nutzer bringen. Das erste Mui Board, 2018 als Kickstarter-Projekt ins Leben gerufen, unterstützte hauptsächlich Sonos-Lautsprecher und Philips Hue sowie den Online-Dienst IFTTT für die Verbindung mit anderen Geräten. Eine matter-Schnittstelle dürfte der zweiten Generation die Tür zu vielen weiteren Geräten im Haushalt öffnen.

Mui Labs ist außerdem auf der Suche nach Geschäftspartnern, um seine Technologie – Mui Platform genannt – auf andere Oberflächen zu bringen. Denn praktisch gesehen lassen sich damit auch Möbel und weitere Gegenstände in Bedienoberflächen verwandeln. Die Alltagsumgebung wird damit zu einer weitgehend unsichtbaren, ablenkungsarmen und fast schon meditativen Smarthome-Steuerung. Wie das aussehen kann, zeigen Videos des ursprünglichen Mui Board auf YouTube:

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Die erste Generation von 2019 ist allerdings schon lange nicht mehr erhältlich. Nach der Elektronikmesse CES 2023 soll die Finanzierung des MuiBoard 2nd Gen starten – wieder als Crowdfunding-Kampagne und hauptsächlich in den Vereinigten Staaten. Außerhalb der USA müssen sich Freunde des reduzierten japanischen Designs noch länger gedulden.


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